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Rothen ist ein kleines Dorf in Mecklenburg – Vorpommern. Es gehört zur Gemeinde Borkow bei Sternberg und liegt am Rothener See. Das Dorf hat ca. 60 Einwohner, 16. Häuser, ein Gutshaus, den Pferdestall und den Rothener Hof, den ehemaligen Kufstall des Gutes. Drei Straßen verbinden Rothen mit Borkow, Zülow und Mustin. Am Rande des Dorfes liegt die Rothener Mühle, die aber zur Gemeinde Mustin gehört. Aus dem Rothener See fließt die Mildenitz heraus und teilt sich an der Mühle in den alten Flusslauf, der wunderschön tief eingeschnitten durch die Felder mäandert und den Kanal, der nach Zülow zum Wasserkraftwerk fließt.

Im Dorf gibt es einen Frisiersalon, den Hofladen und das Cafe im Rothener Hof. Der Pferdestall und der daran angrenzende Reitplatz wird von einem Reitbetrieb genutzt. Die Feriengäste, die in den Ferienwohnungen im Gutshaus und im Pferdestall wohnen, können hier Reitstunden nehmen. Insbesondere mit dem Cafe und dessen gastronomischen Angebot ist ein kommunikativer Mittelpunkt des Dorfes entstanden, wo sich Dorfbewohner, Feriengäste und Nachbarn aus der Region treffen können.

Durch die kulturellen Aktivitäten der Galerie in der Rothener Mühle, der Kunsthandwerker im Rothener Hof und im Gutshaus ist das Dorf jedes Jahr zu Pfingsten („Kunst offen“) und zum „Herbstsalon „Anziehungspunkt für Hunderte von Besuchern. Die Sommerausstellung in der Mühle und die Adventswerkstatt, die Feriengäste im Gutshaus, die Kurse im Rothener Hof beleben das Dorf, das sich inzwischen in der Region den Ruf als Künstlerdorf erworben hat. Seit 2007 geben die Galerie Rothener Mühle, der Verein Rothener Hof und das Gutshaus gemeinsam einen Veranstaltungskalender „Kultur in Rothen“ heraus, der in hoher Auflage für die schönen Angebote aus Rothen wirbt.

Die Chronik, die hier erstmalig veröffentlicht wird, ist in den Jahren 2004 bis 2010 entstanden. Viele Dorfbewohner und geborene Rothener aus nah und fern haben dazu beigetragen, dass sie lebendig und vielfältig geworden ist. Mit der Chronik soll versucht werden, aufzuzeigen, wie sich die große Geschichte in der dörflichen wiederspiegelt und abbildet. Die Chronik ist sicher nicht vollständig. Ich würde mich freuen, wenn Leser dieser Zeilen mir Ergänzungen und Verbesserungen zusenden. Besonders an Bildern bin ich sehr interessiert, weil die das geschriebene Wort genauer zur Wirkung kommen lassen. Ich werde die Chronik in geeigneten Abständen fortschreiben und würde mich freuen, wenn sich andere bereit finden, mir dabei zu helfen.

Natürlich ist eine solche Chronik immer auch subjektiv geprägt und kann nur annäherungsweise der geschichtlichen Wahrheit nahe kommen. Je mehr ihr Wissen über die Geschichte des Dorfes preisgeben und der Chronik hinzufügen, umso besser kann sie werden.

Christian Lehsten, Rothen, Januar 2010